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Einweihung des Bonifaz-Wimmer-Kinderhauses am 19.05.2019

22.05.2019 Victoria trug ganz stolz eine Tafel durch den Ort. Die Tafel stand für das Bonifaz-Wimmer-Kinderhaus und Victoria ging damit neben Jutta Graf, der Leiterin des Kinderhauses, an der Spitze des Kirchenzugs.

Lang schlängelte er sich durch die Straßen, die Kinder winkten mit weiß-gelben Fähnchen, die Vereine begleiteten den Zug mit ihren großen Fahnen, Dekan Anton Schober hatte eine Schar Ministranten dabei - der halbe Ort schien an diesem Sonntag auf den Beinen zu sein. 


Ziel des Festzugs war das Kinderhaus, das den kirchlichen Segen erhalten sollte. Zwar haben sowohl das Kinderhaus als auch die Bücherei bereits im September ihren Betrieb in dem Gebäude am Ortsrand aufgenommen. Die offizielle Einweihung fand aber erst jetzt statt. Kinder und Eltern kennen ihr Kinderhaus bereits und die Resonanz ist offensichtlich sehr positiv. Als Landrätin Tanja Schweiger die vielen jungen Gäste fragte, ob es ihnen denn gefalle, erntet sie ein einstimmiges Ja. Und was ihnen am besten gefalle, beantworten die Kleinen auch unisono: „Alles!“ 
Die Eltern hatten ein paar mehr Wort übrig. „Die Kinder sind einfach glücklich hier. Hier herrscht so eine Herzlichkeit“, sagte zum Beispiel Christina Stadler vom Elternbeirat zu unserer Zeitung. Eines ihrer Kinder besucht den Kindergarten, eines den Hort. „Alles ist nagelneu und alle sind total motiviert“, fällte auch Frank Sparfeld als Vater eines Hortkindes ein sehr positives Urteil. 


Das Beste in guten Händen
​Im Kinderhaus angekommen, wartete das blumengeschmückte Rednerpult schon auf Bürgermeister Helmut Haase. Die Sonne brachte die Amtskette zum Funkeln und auch der Amtsinhaber strahlte. „Das Beste in guten Händen“ sei der Leitspruch für das neue Domizil, sagte Haase. Sowohl Kinder als auch Leseratten seien gut untergebracht. Er blickte auch ein wenig auf die Baugeschichte zurück. 
Als man sich damals aus wirtschaftlichen Erwägungen für einen Neubau entschieden habe, sei das nicht unumstritten gewesen. Die finanzielle Anstrengung sei groß gewesen. Statt der angesetzten vier Millionen Euro sei man bei der Kostenberechnung bei sechs Millionen gelandet. Dabei werde es voraussichtlich auch bleiben. Insgesamt 1,5 Millionen Euro habe es an Zuschüssen vom Land und vom Bund gegeben.  Nun verfüge man über ein „Vorzeigeobjekt“ moderner Kindergartenarchitektur. 
Das Werk sei gelungen, sagte auch Jutta Graf. Die Kinder fühlten sich wohl hier und könnten sich optimal entwickeln. Mit dem Kinderhaus werde dem veränderten Bedarf an Kinderbetreuung Rechnung getragen: „Wir befinden uns auf dem Weg zu einem Familienzentrum“, spannte Graf den Bogen in die Zukunft. Träger des Kinderhauses ist die Katholische Pfarrkirchenstiftung Thalmassing. Kirchenpfleger Johann Hendlmeier berichtete, dass die größte Sorge die der Suche nach dem geeigneten Personal gewesen sei. Von Anfang an habe man aber ein sehr gutes Personal gefunden. Große Zufriedenheit herrschte auch über die Bücherei.


Gute Nachbarn
​Die Kinder seien Glückspilze, dass sie gleich neben der Bücherei sind, stellte die Landrätin fest. Nun wartet in der Bücherei auch noch ein plüschiger Lesefuchs als Geschenk des St. Michaelsbundes auf die jungen Nutzer. Fast hätte das Tier den Weg durch die Kinderhände hin zu Büchereileiterin Nina Unterholzner nicht geschafft. 
Architektonisch ist das komplette Gebäude so gestaltet, dass jede Einrichtung in einem eigenen Haus ist, beschrieb Architekt Thomas Neumann. Er bemerkte schmunzelnd, dass ihm die Kinder schon viel von seiner Rede vorweggenommen hatten. In einer Einlage hatten sie nämlich den Hut vor sämtlichen am Bau beteiligten Gewerken gezogen. Sie hätten nichts vergessen, meinte der Architekt anerkennend. Neben den Kindern bereicherte auch der Chor Cantata Laetitia die Einweihung. Schließlich schritt Dekan Anton Schober zur feierlichen Segnung des Gebäudes und stellte alle unter den Schutz Gottes.  

Gruppen: Drei Kindergartengruppe, eine Gruppe für Krippenkinder und eine Hortgruppe beherbergt das Kinderhaus. 127 Kinder besuchen die Einrichtung derzeit. 
Belegung Heuer haben alle, die einen Platz wollten, auch einen bekommen. Im nächsten Jahr werden die Hortplätze nicht ausreichen, die Gemeinde wird aber eine Gruppe der verlängerten Mittagsbetreuung schaffen.


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