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Ruhezeiten beim Rasenmähen - Wann darf ich meinen Rasen mähen?

02.10.2020 Schon seit September 2002 gibt es eine bundesweit geltende Lärmschutzverordnung

Der deutsche Gesetzgeber hat die EU-Richtlinie zum Thema Lärm in hiesiges Recht umgesetzt, und zwar mit der sogenannten Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (kurz 32. BImSchV).Im Detail wird dort der Betrieb von lauten Maschinen geregelt. Insgesamt sind 57 Gartengeräte und Baumaschinen von der Regelung betroffen, unter anderem Rasenmäher, Motorsensen, Heckenscheren und Laubbläser. Die Hersteller sind außerdem verpflichtet, ihre Geräte mit einem Aufkleber zu versehen, der den maximalen Schallleistungspegel angibt. Dieser Wert darf nicht überschritten werden.

Beim Rasenmähen sind grundsätzlich die Grenzwerte der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) einzuhalten. Diese Grenzwerte hängen von der Art des Gebiets ab (Wohngebiet, Gewerbegebiet etc.). Beim Einsatz von Rasenmähern ist auch § 7 der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung zu beachten. Demnach ist das Rasenmähen in Wohngebieten werktags in der Zeit von 7 bis 20 Uhr erlaubt, an Sonn- und Feiertagen jedoch ganztägig verboten. Gleiches gilt in Erholungs-, Kur- und Klinikgebieten.

Für besonders lärmintensive Geräte wie Laubbläser, Laubsauger, Freischeider, Grastrimmer und Graskantenschneider gelten je nach Uhrzeit noch stärkere Einschränkungen: Man darf sie in Wohngebieten nur an Werktagen von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr einsetzen. Bei diesen Geräten ist also eine Mittagsruhe einzuhalten. Tragen die Geräte allerdings das grün-blaue EU-Umweltzeichen (Pflanze mit EU-Sternen), entfallen die besonderen Einschränkungen. Sie können dann wie die anderen Gerätschaften auch an Werktagen von 7 bis 20 Uhr betrieben werden.

Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, die Geldbußen bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen können.



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